- PRESSEBERICHTE -
(Quelle: NGZ)


DJK Holzbüttgen überraschte, TTC Gierath enttäuschte

Zurück auf den Boden der Tatsachen

Mit 15:7 Punkten und einem zwischenzeitlichen dritten Tabellenplatz war der TTC Grevenbroich nach der Hinrunde der Senkrechtstarter der Tischtennis-Oberliga. Nach der vor kurzem beendeten Rückserie sieht die Bilanz etwas nüchterner aus. Gerade mal acht Punkte holte man im zweiten Saisonabschnitt, so dass es in der Endabrechnung mit 23:21 Zählern zum fünften Platz reichte.
Norbert Schettki
Auch Norbert Schettki konnte mit seiner 15:5-Bilanz im oberen Paarkreuz nicht verhindern, dass die abgelaufene Saison für den TTC Gierath in der Verbandsliga insgesamt enttäuschend verlief.

Für einen Aufsteiger und das im durchschnitt jüngste Team der Liga unterm Strich immer noch eine starke Leistung, doch so mancher Auftritt gerade gegen die Kellerkinder der Liga machte deutlich, dass die Mannschaft noch lange nicht am Ende ihrer Entwicklung angekommen ist. "Hätte mir einer vor der Saison gesagt, dass wir am Ende Fünfter werden und auch noch die TG Neuss überholen, hätte ich das nicht geglaubt", will der TTC Vorsitzende Michael Keil die Gesamtleistung der Mannschaft nicht schmälern lassen.

Gleichwohl gesteht auch er ein, dass die junge Truppe in der Rückrunde nicht immer zu seiner Zufriedenheit aufgetreten ist. "Der Boom des Aufsteigers und Überraschungsteams war aufgebraucht. Klar, dass dann nach den ersten Misserfolgen auch die Motivation leidet", meint Keil in Anspielung auf die mäßigen Leistungen gegen die Absteiger Altenessen und Schalke. Am oberen Paarkreuz kann es jedenfalls nicht gelegen haben, wo Johannes Dimmig nicht viel schlechter spielte als in der Hinrunde (9:11) und Thomas Schettki (11:9) wieder eine positive Bilanz ablieferte.

Thomas SchettkiThomas Schettki konnte beim TTC Grevenbroich überzeugen.

Ordentlich auch noch die Bilanz von Daniel Porten (10:10), der vom unteren ins mittlere Paarkreuz wechselte. Ihr Niveau nicht halten konnten René Holz und Michael Dubbel, erneut katastrophal die Doppelbilanz mit 14:23. "Sicher ein Punkt an dem wir arbeiten müssen", meint Keil im Hinblick auf die nächste Saison, in der die Schloss-Städter allen Abwerbungsversuchen zum Trotz dieselbe Mannschaft aufbieten können. Sicher auch bitter nötig, wenn's dann noch höher hinaus gehen soll. Als Nachteil für die Grevenbroicher könnte sich dann die neue Aufschlagregel erweisen, nach der der Gegner künftig den Ball während der gesamten Bewegung beobachten können muss (am genauen Wortlaut wird noch gefeilt). Denn die Grevenbroicher profitieren durch die Bank von ihren guten (verdeckten) Aufschlägen und müssen sich umstellen.

Das sieht beim zweiten Oberligavertreter aus dem Kreis anders aus. Bis auf Daniel Neukirchen hat TG Neuss keinen ausgesprochenen Aufschlagspezialisten in ihren Reihen. "Das dürfte uns zugute kommen", glaubt auch TG-Abteilungsleiter Ralf Peerenboom, der überzeugt davon ist, dass die Neusser nächste Saison nicht wieder so lang um den Klassenerhalt bangen müssen. "In der Hinrunde war Norbert Schagun verletzt und andere außer Form. Als wir diesen Probleme überstanden hatten, lief es schnell sehr viel besser." Mit 11:11 erspielten sich die Quirinusstädter in der Rückrunde ein ausgeglichenes Punkteverhältnis und belegten am Ende Rang neun (16:28).

SchagunMit der Genesung von Norbert Schagun ging's bei der TG Neuss aufwärts.

Ausschlaggebend für den Aufwärtstrend war sicher die Genesung von Norbert Schagun (8:12) im oberen Paarkreuz und der Formanstieg von Ludger Kreuels (9:10) in der Mitte. Einzige positive Bilanz der Stammspieler lieferte Daniel Neukirchen (9:7) ab, ein dickes Pfund für die TG war auch die Doppelstärke (23:17). Positive Überraschung in der Verbandsliga war aus Kreissicht die DJK Holzbüttgen, die nach personellem Aderlass eigentlich nur ganz gut mitspielen wollte, letztlich aber bis zum Schluss im Rennen um den zweiten Platz dabei war. "Unser großes Plus war die mannschaftliche Geschlossenheit", meint DJK-Spieler Jens Rustemeier, der aber auch die Leistung des oberen Paarkreuzes betonte.

Dort gelang dem zweitligaerfahrene Stefan Vollmert mit fast 40 Jahren immer noch eine 34:8-Gesamtbilanz, Bernd Schiffers spielte auch noch ausgeglichen (21:21). Da Schiffers die DJK in Richtung TuS Wickrath verlassen hat, gilt es jetzt aber einer große Lücke zu schließen. Rustemeier: "Wir wir nächste Saison abschneiden, hängt natürlich wesentlich davon ab, wie wir Brett zwei neu besetzen können." Wenn Holzbüttgen die positive Überraschung der abgelaufenen Verbandsligasaison war, dann war der TTC Gierath die negative.

Als Titelaspirant in die Spielzeit gestartet, entwickelten sich die Gierather zur launischen Diva, die an guten Tagen Tabellenführer Homberg bezwang, an schlechten Tagen aber auch gegen Schlusslicht Ratingen patzte. Letztlich sprang mit Platz sechs ein Rang im grauen Mittelfeld heraus. Keine Schuld hatte daran das obere Paarkreuz mit Norbert Schettki, der auch in der Rückrunde deutlich positiv abschnitt (15:5), und Haoran Luo (12:10). Damit's im nächsten Jahr endlich mit dem Aufstieg klappt, haben sich die Gierather vom Ligakonkurrenten JTTC Hochneukirch dessen Nummer zwei Marin Matijasevic geholt. Für die Hochneukircher, die jetzt mit dem ehemaligen Gierather Raimund Pispers (Anrather TK) als Nachfolger verhandeln, natürlich ein harter Schlag. "Wir wollten nur den Klassenerhalt und das haben wir geschafft", meint JTTC-Spieler Ernst-Willi Jennessen zum letztlich achten Platz (17:27) in der vergangenen Spielzeit.

Zufrieden war er mit der Leistungen von Neuzugang Alexander Trimkowski (8:11) und Carlos Pellico (8:7), der sich in den Dienst der Vereins stellte und auch noch in der zweiten Mannschaft aushalf. Die beste Bilanz aber spielte Routinier Jürgen Reuland (12:5).
David Beineke 

 

Quelle: NGZ

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